Aktuell

Herzliche Einladung!

Vereinsversammlungen

jeweils am 1. Donnerstag eines Monats um 18:30 Uhr in der Geschäftsstelle SCHALOM Ritterstraße 19  in 99510 Apolda

Do 4.1., Do 1.2., Do 1.3.

Besondere Veranstaltungen

Fr 19.1., 18:00 Uhr in Kathy’s Stadtcafé: Peter Franz/Weimar liest aus „Die stillen Helden“ Nr. 9 der „Apoldaer Judengeschichten“

Mo 29.1., 19:00 Uhr im Schloss 99444 Blankenhain, Am Markt 2: Prof. Christina Vanja/Kassel spricht über „Der NS-Krankenmord in Hessen und das Gedenken nach 1945″

Kurzinfo Inhalt:

  • Der NS-Krankenmord in Hessen und das Gedenken nach 1945                                   vonProf.Dr.ChristinaVanja,  Kassel                                                                                                                                                               Die Ermordung kranker und behinderter Menschen war ein zentraler Bestandteil der antihumanitären nationalsozialistischen Bevölkerungspolitik. Sie ging, mitten in Deutschland, der Shoah voraus. Insbesondere Menschen mit chronischen psychischen oder neurologischen Leiden bzw. geistigen und körperlichen Behinderungen galten dem NS-Staat als „lebensunwert“. Zwischen 1939 und 1945 wurden im Deutschen Reich schätzungsweise 200.000 Menschen in Heil- und Pflegeanstalten getötet. Der Regierungsbezirk Wiesbaden im heutigen Bundesland Hessen nahm mit seinen Fürsorgeeinrichtungen bei diesem Verbrechen eine besondere Rolle ein. Das psychiatrische Krankenhaus Hadamar war von 1941 bis 1945 ein zentraler Ort der „Euthanasie“-Verbrechen. Weitere Einrichtungen arbeiteten Hadamar zu und waren selbst Tötungsorte. Die Gerichtsverfahren in Frankfurt am Main, die unmittelbar nach der Befreiung Hessens durch die Amerikaner 1945 einsetzten, führten die Verbrechen einer breiten Bevölkerung vor Augen. Dennoch ist es vor allem dem Engagement Einzelner geschuldet, dass in Hessen schon relativ früh der Opfer der „Euthanasie“-Verbrechen gedacht wurde. Im Jahr 1953 wurde die vermutlich erste Gedenktafel zum Krankenmord in Deutschland überhaupt, ein Relief, in Hadamar angebracht. 1983 konnte dort eine erste Gedenkausstellung auf studentische Initiative eröffnet werden. Daraus entwickelte sich die heutige Gedenkstätte Hadamar, die jährlich von rund 20.000 Menschen, darunter viele Jugendliche, besucht wird. Aber auch an allen anderen Orten des Krankenmordes befinden sich inzwischen Gedenkorte und Informationsangebote zur Geschichte.Die Referentin hat über 30 Jahre lang das Gedenken an die Opfer der NS-„Euthanasie“ in Hessen als Archivarin und Historikerin des Landeswohlfahrtsverbandes Hessen wissenschaftlich und organisatorisch betreut.

Fr 16.2., 18:00 Uhr in Kathy’s Stadtcafé: Peter Franz/Weimar liest aus „Der Unglücksbote“ Nr. 3 der „Apoldaer Judengeschichten“

So 25.2., 14:00 Uhr in der Geschäftsstelle SCHALOM Ritterstraße 19  in 99510 Apolda: Prof. Franz Josef Düwell/Weimar spricht über Arnold Freymuth -Leben und Wirken eines sozialdemokratischen Richters im Kaiserreich und in der Weimarer Republik

Fr 16.3., 18:00 Uhr in Kathy’s Stadtcafé: Peter Franz/Weimar liest aus „Kriegskameradschaft“ Nr. 4 der „Apoldaer Judengeschichten“

So 25.3., 14:00 Uhr in der Geschäftsstelle SCHALOM Ritterstraße 19  in 99510 Apolda: Eva Raphael/Sömmerda liest aus ihren Erzählungen „Der rote Seidenschal“